BU-Versicherung für Beamte und Beamtenanwärter

Beamte sind nicht automatisch abgesichert. Wer dienstunfähig wird, fällt in den ersten Dienstjahren in eine gefährliche Versorgungslücke – die richtige BU-Variante schließt sie.

Die Versorgungslücke bei Dienstunfähigkeit

Wer in Deutschland verbeamtet wird, hat grundsätzlich Anspruch auf ein Ruhegehalt, sobald die Dienstunfähigkeit eintritt. Doch dieses Ruhegehalt setzt voraus, dass mindestens fünf Jahre Dienstzeit erreicht wurden. Vorher kann der Dienstherr eine dienstunfähige Person schlicht entlassen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung mit echter Dienstunfähigkeitsklausel schließt diese Lücke.

Was eine echte Dienstunfähigkeitsklausel auszeichnet

Eine echte Dienstunfähigkeitsklausel erkennt die Entscheidung des Dienstherrn an. Wenn der Amtsarzt Dich für dienstunfähig erklärt, leistet der Versicherer ohne eigene Prüfung. Bei einer unechten Klausel behält sich der Versicherer eine zusätzliche BU-Prüfung vor.

Spezielle Tarife für Beamte und Anwärter

Mehrere Versicherer haben sich auf Beamte spezialisiert und bieten besonders günstige Tarife, weil das statistische Risiko für Beamte – insbesondere im Innendienst – geringer ist als für viele andere Berufsgruppen.

Beispielrechnungen nach Besoldung

Marktübliche Bandbreiten, Datenstand April 2026.

Sonderfall Vollzugsdienst

Beamte im Vollzugs- oder Einsatzdienst (Polizei, Justizvollzug, Feuerwehr, Bundeswehr) tragen ein erhöhtes körperliches und psychisches Risiko. Eine besondere Variante ist die spezielle Dienstunfähigkeit für diese Berufsgruppen: Sie greift bereits dann, wenn die spezifische Vollzugstauglichkeit nicht mehr besteht.

Antrag und Gesundheitsprüfung im Beamtenstatus

Beamte und Anwärter durchlaufen vor jeder Verbeamtung eine amtsärztliche Untersuchung. Diese Befunde sind im späteren BU-Antrag relevant. Eine vollständige Aufbereitung dient der Vermeidung späterer Diskussionen im Leistungsfall.

Häufige Fragen

Brauchen Beamte überhaupt eine BU?
Ja. Beamte erhalten zwar bei Dienstunfähigkeit ein Ruhegehalt, dieses ist jedoch in den ersten Dienstjahren oft sehr niedrig. Bis zur erstmaligen Verbeamtung auf Lebenszeit fehlt ohnehin jeder Anspruch.
Was ist eine echte Dienstunfähigkeitsklausel?
Sie sorgt dafür, dass die BU-Rente bereits dann fließt, wenn der Dienstherr Dich für dienstunfähig erklärt – ohne dass der Versicherer eine eigene BU-Prüfung durchführen darf.
Was ist mit Beamtenanwärtern und Referendaren?
Gerade in dieser Phase ist die Lücke besonders groß: Wer noch nicht auf Lebenszeit verbeamtet ist, kann ohne Versorgungsanspruch entlassen werden. Eine BU mit Dienstunfähigkeitsklausel schließt diese Lücke.
Sind Beiträge günstiger als bei Angestellten?
In der Regel ja, weil Beamte statistisch ein geringeres BU-Risiko aufweisen. Viele Versicherer bieten besonders günstige Beamten-Tarife an.