Die Selbstauskunft ist die Gesamtheit aller Angaben, die der Antragsteller im Antragsformular zu seinen persönlichen Verhältnissen, seinem Gesundheitszustand, seiner beruflichen Tätigkeit, seinen Hobbys und seinen Versicherungsverhältnissen macht. Sie bildet die wesentliche Grundlage für die Risikobeurteilung des Versicherers.
Die Selbstauskunft muss wahrheitsgemäß, vollständig und sorgfältig erfolgen. Falsche Angaben – auch wenn sie nur fahrlässig sind – können zur Anpassung, Kündigung oder Anfechtung des Vertrags führen. Insbesondere die Angaben zur Gesundheit, zu vergangenen Erkrankungen, Operationen und Behandlungen sind kritisch.
Um die Selbstauskunft korrekt auszufüllen, empfiehlt es sich, vorab eine Auskunft beim Hausarzt sowie bei der Krankenkasse anzufordern, um keine Behandlungen zu vergessen. Manche Versicherer verlangen zusätzlich eine ärztliche Untersuchung, ein Blutbild oder ein EKG, was über die reine Selbstauskunft hinausgeht. Versicherte sollten die Selbstauskunft nicht unter Zeitdruck und idealerweise mit Unterstützung eines erfahrenen Maklers erstellen, um Streit im Leistungsfall zu vermeiden.
In der Praxis zeigt sich, dass die genaue Ausgestaltung dieses Punktes im Bedingungswerk erhebliche Unterschiede zwischen den Versicherern aufweist. Während einige Anbieter sehr kundenfreundliche Regelungen vorsehen, sind andere deutlich restriktiver. Bei der Tarifauswahl sollten daher nicht nur die monatlichen Beiträge, sondern auch die Qualität der Klauseln im Bedingungswerk bewertet werden. Unabhängige Analysehäuser wie Franke und Bornberg, Morgen & Morgen sowie die Stiftung Warentest veröffentlichen regelmäßig detaillierte Bewertungen, die als Orientierungshilfe dienen. Dennoch ersetzen Ratings nicht die individuelle Beratung, da jede Lebenssituation andere Schwerpunkte erfordert. Eine sorgfältige Auswahl zahlt sich später oft tausendfach aus.