Die selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung (SBU) ist eine eigenständige Versicherung, die ausschließlich das Risiko der Berufsunfähigkeit absichert. Anders als die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) ist sie nicht an eine Hauptversicherung gekoppelt und steht damit auch alleine.
Die SBU ist heute die mit Abstand häufigste Form der BU-Absicherung in Deutschland. Sie bietet maximale Flexibilität: Die Beiträge können angepasst werden, eine Beitragsfreistellung ist möglich, der Vertrag kann gekündigt werden, ohne andere Versicherungen zu beeinträchtigen. Zudem sind die Tarife oft günstiger und transparenter als BUZ-Varianten.
Für junge Berufstätige, Studierende und Auszubildende ist die SBU in der Regel die beste Wahl. Sie sichert das wichtigste Vermögen ab – die eigene Arbeitskraft – ohne unnötige Bindung an andere Produkte. Die Beiträge richten sich nach Eintrittsalter, Beruf, Gesundheitszustand und Vertragslaufzeit. Beim Vergleich sollte besonders auf das Bedingungswerk und die Qualität des Versicherers geachtet werden, da der Vertrag oft 30 bis 40 Jahre läuft.
Für Verbraucher empfiehlt es sich, beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung das Bedingungswerk im Hinblick auf diesen Aspekt sorgfältig zu prüfen und mehrere Anbieter zu vergleichen. Ein unabhängiger Versicherungsmakler oder Honorarberater kann dabei helfen, die individuell beste Lösung zu finden. Da die Unterschiede zwischen den Tarifen erheblich sein können und eine BU-Versicherung typischerweise über Jahrzehnte läuft, lohnt sich der Aufwand für eine fundierte Auswahl. Eine anonyme Risikovoranfrage über einen erfahrenen Makler hilft zusätzlich, die persönlichen Versicherbarkeitschancen einzuschätzen, ohne dass eine Ablehnung im zentralen Hinweis- und Informationssystem (HIS) der Versicherungswirtschaft gespeichert wird und damit künftige Anträge erschwert.