Risikozuschlag

Erhöhter Versicherungsbeitrag, weil ein überdurchschnittliches gesundheitliches Risiko vorliegt.

Ein Risikozuschlag (auch Beitragszuschlag oder Prämienzuschlag genannt) ist eine prozentuale oder absolute Erhöhung des regulären Versicherungsbeitrags in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Er wird vom Versicherer verlangt, wenn die versicherte Person aufgrund von Vorerkrankungen, Hobbys, Berufsausübung oder anderen Faktoren ein erhöhtes Risiko für die Berufsunfähigkeit aufweist.

Typische Auslöser sind chronische Rückenerkrankungen, Bluthochdruck, Übergewicht, Allergien, ausgeheilte Krebserkrankungen, riskante Hobbys (Tauchen, Motorsport, Klettern) oder besonders gefährdete Berufe. Die Höhe des Zuschlags richtet sich nach der individuellen Risikoeinschätzung des Versicherers und kann zwischen 25 und 100 Prozent oder mehr betragen.

Ein Risikozuschlag hat den Vorteil, dass die betroffene Person trotz Vorerkrankung den vollen Versicherungsschutz erhält – im Gegensatz zu einem Leistungsausschluss, der genau diese Krankheit aus dem Schutz herausnimmt. Welche Variante besser ist, hängt vom Einzelfall ab. Bei Krankheiten mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Berufsunfähigkeit ist ein Zuschlag oft sinnvoller. Manche Versicherer bieten auch eine Überprüfungsklausel, die nach einigen beschwerdefreien Jahren zur Streichung des Zuschlags führen kann.

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