Die Risikolebensversicherung ist eine reine Todesfallabsicherung. Sie zahlt im Falle des Todes der versicherten Person während der Vertragslaufzeit eine vereinbarte Versicherungssumme an die im Vertrag benannten Bezugsberechtigten (in der Regel Ehepartner, Lebensgefährten oder Kinder). Anders als bei der Kapitallebensversicherung gibt es keine Ablaufleistung und keine Sparkomponente.
Die Risikolebensversicherung ist ein sinnvoller Schutz für Familien mit Kindern, Paare mit gemeinsamer Baufinanzierung oder Geschäftspartner. Im Todesfall sichert sie das Einkommen der Hinterbliebenen, die Tilgung von Krediten oder die Erbersatzpflichten. Die Beiträge sind im Vergleich zur abgesicherten Summe sehr niedrig, da nur das reine Sterberisiko versichert wird.
In Kombination mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung deckt die Risikolebensversicherung das Risiko vorzeitiger Tod, während die BU die Arbeitskraft schützt. Beide gemeinsam bilden für die meisten Familien die wichtigsten existenzsichernden Versicherungen. Beim Abschluss sollte auf flexible Klauseln (Nachversicherungsgarantie, Verlängerungsoption) und einen finanzkräftigen Versicherer geachtet werden.
In der Praxis zeigt sich, dass die genaue Ausgestaltung dieses Punktes im Bedingungswerk erhebliche Unterschiede zwischen den Versicherern aufweist. Während einige Anbieter sehr kundenfreundliche Regelungen vorsehen, sind andere deutlich restriktiver. Bei der Tarifauswahl sollten daher nicht nur die monatlichen Beiträge, sondern auch die Qualität der Klauseln im Bedingungswerk bewertet werden. Unabhängige Analysehäuser wie Franke und Bornberg, Morgen & Morgen sowie die Stiftung Warentest veröffentlichen regelmäßig detaillierte Bewertungen, die als Orientierungshilfe dienen. Dennoch ersetzen Ratings nicht die individuelle Beratung, da jede Lebenssituation andere Schwerpunkte erfordert. Eine sorgfältige Auswahl zahlt sich später oft tausendfach aus.