Psychische Erkrankungen

Häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit; betreffen rund 30 Prozent aller BU-Fälle.

Psychische Erkrankungen sind seit Jahren die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit in Deutschland. Etwa 30 bis 35 Prozent aller anerkannten BU-Fälle gehen auf Diagnosen wie Depression, Angststörung, Burn-out, Anpassungsstörung, posttraumatische Belastungsstörung oder Schizophrenie zurück. Besonders betroffen sind Lehrer, Pflegekräfte, Manager, Ärzte und Sozialarbeiter.

Für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sind psychische Vorerkrankungen ein sensibles Thema. Versicherer reagieren oft restriktiv: Bereits eine kurze ambulante Psychotherapie, eine Behandlung wegen Burn-out oder die Verordnung von Antidepressiva können zu Risikozuschlägen, Leistungsausschlüssen oder Ablehnungen führen. Wichtig: Auch Therapiesitzungen und kurzzeitige Behandlungen müssen wahrheitsgemäß angegeben werden, da Krankenkassen alle Konsultationen erfassen.

Vor der Antragstellung sollte unbedingt eine anonyme Risikovoranfrage über einen erfahrenen Versicherungsmakler durchgeführt werden, um zu prüfen, welche Versicherer trotz Vorerkrankung in Frage kommen. In manchen Fällen sind Wartezeiten nach der letzten Behandlung (z.B. 5 Jahre symptomfrei) erforderlich, um Normalbedingungen zu erreichen.

Für Verbraucher empfiehlt es sich, beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung das Bedingungswerk im Hinblick auf diesen Aspekt sorgfältig zu prüfen und mehrere Anbieter zu vergleichen. Ein unabhängiger Versicherungsmakler oder Honorarberater kann dabei helfen, die individuell beste Lösung zu finden. Da die Unterschiede zwischen den Tarifen erheblich sein können und eine BU-Versicherung typischerweise über Jahrzehnte läuft, lohnt sich der Aufwand für eine fundierte Auswahl. Eine anonyme Risikovoranfrage über einen erfahrenen Makler hilft zusätzlich, die persönlichen Versicherbarkeitschancen einzuschätzen, ohne dass eine Ablehnung im zentralen Hinweis- und Informationssystem (HIS) der Versicherungswirtschaft gespeichert wird und damit künftige Anträge erschwert.

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