Die Police, auch Versicherungsschein genannt, ist die offizielle Urkunde, die der Versicherer dem Versicherungsnehmer nach Annahme des Antrags ausstellt. Sie dokumentiert das Zustandekommen und die wesentlichen Inhalte des Versicherungsvertrags. In der Berufsunfähigkeitsversicherung enthält die Police u.a. die Namen von Versicherer und Versicherungsnehmer, die versicherte Person, die vereinbarte BU-Rente, die Vertragslaufzeit, das Endalter, die Beitragshöhe, ggf. vereinbarte Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse sowie Verweise auf die geltenden Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB).
Die Police ist nicht der Vertrag selbst, sondern lediglich der Nachweis seiner Existenz. Der Versicherungsschutz beginnt mit dem im Vertrag vereinbarten Datum, sofern der erste Beitrag rechtzeitig gezahlt wurde. Die Police sollte sicher aufbewahrt werden, da sie im Schadensfall benötigt wird. Bei Verlust kann ein Ersatzdokument beim Versicherer angefordert werden.
Änderungen am Vertrag (z.B. Beitragsanpassungen, Erhöhungen durch Nachversicherungsgarantien, Adressänderungen) werden meist durch Nachträge zur Police dokumentiert. Diese sollten ebenso sorgfältig aufbewahrt werden wie das Originaldokument.
Für Verbraucher empfiehlt es sich, beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung das Bedingungswerk im Hinblick auf diesen Aspekt sorgfältig zu prüfen und mehrere Anbieter zu vergleichen. Ein unabhängiger Versicherungsmakler oder Honorarberater kann dabei helfen, die individuell beste Lösung zu finden. Da die Unterschiede zwischen den Tarifen erheblich sein können und eine BU-Versicherung typischerweise über Jahrzehnte läuft, lohnt sich der Aufwand für eine fundierte Auswahl. Eine anonyme Risikovoranfrage über einen erfahrenen Makler hilft zusätzlich, die persönlichen Versicherbarkeitschancen einzuschätzen, ohne dass eine Ablehnung im zentralen Hinweis- und Informationssystem (HIS) der Versicherungswirtschaft gespeichert wird und damit künftige Anträge erschwert.