Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems, bei der die Myelinscheiden der Nerven angegriffen werden. Die Symptome reichen von leichten Sehstörungen und Müdigkeit bis zu schweren Lähmungen, kognitiven Einschränkungen und Inkontinenz. Der Verlauf ist sehr individuell – manche Patienten leben jahrzehntelang fast symptomfrei, andere werden früh schwer behindert.
MS gehört zu den Diagnosen, bei denen ein Abschluss einer regulären Berufsunfähigkeitsversicherung praktisch ausgeschlossen ist. Versicherer lehnen Anträge nach gesicherter MS-Diagnose nahezu durchgängig ab, da das Risiko einer späteren Berufsunfähigkeit als sehr hoch eingestuft wird.
Alternativen für MS-Betroffene sind die Grundfähigkeitsversicherung, die Dread-Disease-Versicherung oder spezielle, oft teurere Tarife mit individueller Risikoprüfung. Beim Abschluss einer BU vor einer eventuellen Diagnose ist die Bedeutung einer frühzeitigen Versicherung besonders deutlich – wer noch gesund ist, sollte den Schutz nicht aufschieben. Bei familiärer Vorbelastung lohnt eine anonyme Risikovoranfrage, um etwaige Auswirkungen auf den Vertragsabschluss zu prüfen.
Für Verbraucher empfiehlt es sich, beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung das Bedingungswerk im Hinblick auf diesen Aspekt sorgfältig zu prüfen und mehrere Anbieter zu vergleichen. Ein unabhängiger Versicherungsmakler oder Honorarberater kann dabei helfen, die individuell beste Lösung zu finden. Da die Unterschiede zwischen den Tarifen erheblich sein können und eine BU-Versicherung typischerweise über Jahrzehnte läuft, lohnt sich der Aufwand für eine fundierte Auswahl. Eine anonyme Risikovoranfrage über einen erfahrenen Makler hilft zusätzlich, die persönlichen Versicherbarkeitschancen einzuschätzen, ohne dass eine Ablehnung im zentralen Hinweis- und Informationssystem (HIS) der Versicherungswirtschaft gespeichert wird und damit künftige Anträge erschwert.