Der Fragebogen im Leistungsfall ist das zentrale Erfassungsdokument des Versicherers nach Eingang einer Leistungsmeldung in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Er umfasst typischerweise mehrere Seiten und erhebt detaillierte Informationen zum Krankheitsverlauf, zur beruflichen Tätigkeit, zur Lebenssituation und zu behandelnden Ärzten.
Typische Themenbereiche: Personalien und Versicherungsnummer, genaue Beschreibung der Erkrankung mit Diagnose und Verlauf, ärztliche Behandlungen (mit Zeitangaben und Behandlerangaben), aktuelle Beschwerden und deren Auswirkungen, frühere Erkrankungen und Behandlungen, beruflicher Werdegang und konkrete Tätigkeitsbeschreibung des zuletzt ausgeübten Berufs, Schweigepflichtentbindung für Ärzte und Krankenkassen, Angaben zu sonstigen Versicherungen und Sozialleistungen.
Die Bearbeitung des Fragebogens erfordert Sorgfalt und Zeit. Falsche oder unvollständige Angaben können zu Verzögerungen, Rückfragen oder im Extremfall zur Ablehnung führen. Es empfiehlt sich, den Fragebogen mit Hilfe eines spezialisierten Anwalts oder Versicherungsmaklers auszufüllen. Auch die Tätigkeitsbeschreibung sollte besonders sorgfältig erstellt werden, da sie maßgeblich für die Beurteilung der Berufsunfähigkeit ist. Im Zweifel ist eine konservative, eher zurückhaltende Beschreibung der eigenen verbliebenen Fähigkeiten ratsam.