Dread-Disease-Versicherung

Versicherung, die bei Diagnose schwerer Krankheiten eine Einmalzahlung leistet.

Die Dread-Disease-Versicherung (auch Schwere-Krankheiten-Versicherung) leistet eine vorab vereinbarte Einmalzahlung, wenn beim Versicherten eine der versicherten schweren Krankheiten diagnostiziert wird. Anders als die Berufsunfähigkeitsversicherung kommt es nicht auf die Auswirkung auf den Beruf, sondern allein auf die Diagnose an.

Versicherte Krankheiten sind typischerweise: Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Multiple Sklerose, Nierenversagen, Bypass-Operation, Erblindung, Taubheit, schwere Verbrennungen oder Organtransplantation. Je nach Tarif sind 30 bis 50 verschiedene Krankheiten abgedeckt. Die Auszahlung erfolgt als einmalige Geldsumme (z.B. 50.000 oder 100.000 Euro).

Die Dread-Disease-Versicherung kann sinnvoll sein als Ergänzung zur BU, um bei schweren Diagnosen schnell finanzielle Mittel für Behandlung, Umbau der Wohnung oder Lebensführung zur Verfügung zu haben. Als alleinige Absicherung ersetzt sie die BU jedoch nicht: Viele Ursachen für Berufsunfähigkeit (psychische Erkrankungen, Rückenleiden, Bandscheibenvorfälle) sind hier nicht abgedeckt. Das Produkt ist in Deutschland weniger verbreitet als die BU.

Für Verbraucher empfiehlt es sich, beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung das Bedingungswerk im Hinblick auf diesen Aspekt sorgfältig zu prüfen und mehrere Anbieter zu vergleichen. Ein unabhängiger Versicherungsmakler oder Honorarberater kann dabei helfen, die individuell beste Lösung zu finden. Da die Unterschiede zwischen den Tarifen erheblich sein können und eine BU-Versicherung typischerweise über Jahrzehnte läuft, lohnt sich der Aufwand für eine fundierte Auswahl. Eine anonyme Risikovoranfrage über einen erfahrenen Makler hilft zusätzlich, die persönlichen Versicherbarkeitschancen einzuschätzen, ohne dass eine Ablehnung im zentralen Hinweis- und Informationssystem (HIS) der Versicherungswirtschaft gespeichert wird und damit künftige Anträge erschwert.

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