Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht ist. Es werden hauptsächlich zwei Typen unterschieden: Diabetes Typ 1 (autoimmunbedingter Mangel an Insulin, oft im Kindes- und Jugendalter beginnend) und Diabetes Typ 2 (Insulinresistenz, meist im Erwachsenenalter und durch Lebensstil beeinflusst). Etwa 8 Millionen Menschen in Deutschland sind betroffen.
Für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist Diabetes ein bedeutsamer Risikofaktor. Bei Diabetes Typ 1 ist ein Vertragsabschluss meist sehr schwierig oder nur mit erheblichen Risikozuschlägen und Leistungsausschlüssen möglich. Bei gut eingestelltem Diabetes Typ 2 ohne Folgeerkrankungen sind die Konditionen oft etwas besser.
Wichtig sind eine genaue Dokumentation des Krankheitsverlaufs (HbA1c-Werte, Folgeerkrankungen wie Neuropathie, Retinopathie oder Nephropathie) sowie die regelmäßige ärztliche Behandlung. Eine anonyme Risikovoranfrage zeigt, welche Versicherer Diabetiker zu welchen Konditionen aufnehmen. Alternativ können Grundfähigkeits- oder Dread-Disease-Versicherungen den existenziellen Schutz teilweise ersetzen.
In der Praxis zeigt sich, dass die genaue Ausgestaltung dieses Punktes im Bedingungswerk erhebliche Unterschiede zwischen den Versicherern aufweist. Während einige Anbieter sehr kundenfreundliche Regelungen vorsehen, sind andere deutlich restriktiver. Bei der Tarifauswahl sollten daher nicht nur die monatlichen Beiträge, sondern auch die Qualität der Klauseln im Bedingungswerk bewertet werden. Unabhängige Analysehäuser wie Franke und Bornberg, Morgen & Morgen sowie die Stiftung Warentest veröffentlichen regelmäßig detaillierte Bewertungen, die als Orientierungshilfe dienen. Dennoch ersetzen Ratings nicht die individuelle Beratung, da jede Lebenssituation andere Schwerpunkte erfordert. Eine sorgfältige Auswahl zahlt sich später oft tausendfach aus.