Die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die als Zusatzbaustein zu einer Hauptversicherung – meist einer Risiko- oder Kapitallebensversicherung oder einer Rentenversicherung – abgeschlossen wird. Sie ist immer an den Bestand der Hauptversicherung gekoppelt: Wird die Hauptversicherung gekündigt, endet auch die BUZ.
Früher war die BUZ die übliche Form der BU-Absicherung, da reine BU-Versicherungen kaum verfügbar waren. Heute werden überwiegend selbstständige BU-Versicherungen abgeschlossen, weil sie flexibler und meist auch günstiger sind. Eine BUZ kann jedoch sinnvoll sein, wenn ohnehin eine Lebensversicherung gewünscht wird – etwa zur Tilgung eines Immobilienkredits.
Nachteile der BUZ: Bei Beitragsschwierigkeiten der Hauptversicherung ist auch die BU gefährdet, der Vertrag ist insgesamt unflexibler, und die Beiträge sind in der Regel höher. Vorteile: Steuerliche Begünstigungen bei bestimmten Konstellationen, gemeinsame Verwaltung, ggf. günstigere Konditionen bei Bündelung. Beim Vergleich sollte sorgfältig geprüft werden, ob eine BUZ oder eine selbstständige BU besser zur eigenen Lebenssituation passt.
In der Praxis zeigt sich, dass die genaue Ausgestaltung dieses Punktes im Bedingungswerk erhebliche Unterschiede zwischen den Versicherern aufweist. Während einige Anbieter sehr kundenfreundliche Regelungen vorsehen, sind andere deutlich restriktiver. Bei der Tarifauswahl sollten daher nicht nur die monatlichen Beiträge, sondern auch die Qualität der Klauseln im Bedingungswerk bewertet werden. Unabhängige Analysehäuser wie Franke und Bornberg, Morgen & Morgen sowie die Stiftung Warentest veröffentlichen regelmäßig detaillierte Bewertungen, die als Orientierungshilfe dienen. Dennoch ersetzen Ratings nicht die individuelle Beratung, da jede Lebenssituation andere Schwerpunkte erfordert. Eine sorgfältige Auswahl zahlt sich später oft tausendfach aus.