Burn-out (auch Burnout-Syndrom) bezeichnet einen Zustand emotionaler, geistiger und körperlicher Erschöpfung, der durch lang anhaltenden beruflichen Stress, Überlastung oder fehlende Erholung entsteht. Typische Symptome sind chronische Müdigkeit, innere Leere, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, Schlafprobleme und sinkende Leistungsfähigkeit. In schweren Fällen führen sie zu längerfristiger Arbeits- und Berufsunfähigkeit.
Im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung ist Burn-out ein wachsendes Thema. Insbesondere in helfenden, lehrenden oder hochverantwortlichen Berufen führt Burn-out überdurchschnittlich häufig zur BU. Behandlungen wegen Burn-out (medizinisch oft als 'Anpassungsstörung' oder 'Erschöpfungsdepression' diagnostiziert) müssen im Antrag wahrheitsgemäß angegeben werden. Sie können zu Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen führen.
Wer eine Burn-out-Behandlung hinter sich hat, sollte vor Antragstellung mit Hilfe eines Versicherungsmaklers eine anonyme Risikovoranfrage starten. Manche Versicherer bewerten den Genesungsverlauf positiver als andere. Eine erfolgreich abgeschlossene Therapie und mehrjährige Symptomfreiheit verbessern die Aussichten auf einen Vertragsabschluss zu vertretbaren Konditionen erheblich.
In der Praxis zeigt sich, dass die genaue Ausgestaltung dieses Punktes im Bedingungswerk erhebliche Unterschiede zwischen den Versicherern aufweist. Während einige Anbieter sehr kundenfreundliche Regelungen vorsehen, sind andere deutlich restriktiver. Bei der Tarifauswahl sollten daher nicht nur die monatlichen Beiträge, sondern auch die Qualität der Klauseln im Bedingungswerk bewertet werden. Unabhängige Analysehäuser wie Franke und Bornberg, Morgen & Morgen sowie die Stiftung Warentest veröffentlichen regelmäßig detaillierte Bewertungen, die als Orientierungshilfe dienen. Dennoch ersetzen Ratings nicht die individuelle Beratung, da jede Lebenssituation andere Schwerpunkte erfordert. Eine sorgfältige Auswahl zahlt sich später oft tausendfach aus.