Bluthochdruck (Hypertonie) ist eine sehr häufige chronische Erkrankung, bei der der arterielle Blutdruck dauerhaft erhöht ist (Werte über 140/90 mmHg). Etwa 30 bis 35 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland sind betroffen, oft ohne Symptome zu spüren. Unbehandelt erhöht Bluthochdruck das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenschäden und vorzeitige Berufsunfähigkeit erheblich.
Für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist Bluthochdruck im Antrag anzugeben, sofern er ärztlich diagnostiziert oder mit Medikamenten behandelt wird. Die Versicherer bewerten unterschiedlich: Bei gut eingestellter Hypertonie ohne Folgeerkrankungen ist oft ein Abschluss zu Normalbedingungen möglich. Bei schlecht eingestellten Werten, hoher Medikamentendosierung oder begleitenden Risikofaktoren (Übergewicht, Diabetes, hohe Cholesterinwerte) sind Risikozuschläge wahrscheinlich.
Vor dem Antrag empfiehlt sich eine ärztliche Bestätigung der Werteinstellung sowie eine anonyme Risikovoranfrage. Lebensstilfaktoren (gesunde Ernährung, Bewegung, Stressreduktion) verbessern nicht nur die Gesundheitsprognose, sondern auch die Chancen auf günstige Vertragsbedingungen. Mit den richtigen Vorbereitungen ist ein BU-Abschluss bei Bluthochdruck in den meisten Fällen problemlos möglich.
Für Verbraucher empfiehlt es sich, beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung das Bedingungswerk im Hinblick auf diesen Aspekt sorgfältig zu prüfen und mehrere Anbieter zu vergleichen. Ein unabhängiger Versicherungsmakler oder Honorarberater kann dabei helfen, die individuell beste Lösung zu finden. Da die Unterschiede zwischen den Tarifen erheblich sein können und eine BU-Versicherung typischerweise über Jahrzehnte läuft, lohnt sich der Aufwand für eine fundierte Auswahl. Eine anonyme Risikovoranfrage über einen erfahrenen Makler hilft zusätzlich, die persönlichen Versicherbarkeitschancen einzuschätzen, ohne dass eine Ablehnung im zentralen Hinweis- und Informationssystem (HIS) der Versicherungswirtschaft gespeichert wird und damit künftige Anträge erschwert.