Betriebliche Berufsunfähigkeitsversicherung (bBU)

BU-Versicherung über den Arbeitgeber im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge.

Die betriebliche Berufsunfähigkeitsversicherung (bBU) ist eine über den Arbeitgeber im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge angebotene BU-Absicherung. Sie kann eine attraktive Ergänzung zur privaten BU sein, hat aber auch besondere Eigenschaften, die zu beachten sind.

Vorteile: Beiträge werden aus dem Bruttogehalt entrichtet, was Steuern und Sozialabgaben spart (Entgeltumwandlung). Die Gesundheitsprüfung ist oft vereinfacht oder entfällt ganz. Manche Arbeitgeber leisten Zuschüsse oder schließen kollektive Verträge ab. Auch Personen mit Vorerkrankungen können oft teilnehmen.

Nachteile: Die spätere BU-Rente ist voll steuerpflichtig, was die Auszahlung erheblich mindert. Bei Jobwechsel kann der Vertrag verloren gehen oder muss kompliziert übertragen werden. Die Beiträge sind in der Ansparphase steuerlich gefördert, die Auszahlung jedoch nachgelagert besteuert (nachgelagerte Besteuerung). Bei der Entscheidung für oder gegen eine bBU sollten alle Aspekte – steuerliche Effekte, Mobilität im Berufsleben, Höhe der späteren Auszahlung – sorgfältig abgewogen werden, idealerweise mit einem unabhängigen Berater.

Für Verbraucher empfiehlt es sich, beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung das Bedingungswerk im Hinblick auf diesen Aspekt sorgfältig zu prüfen und mehrere Anbieter zu vergleichen. Ein unabhängiger Versicherungsmakler oder Honorarberater kann dabei helfen, die individuell beste Lösung zu finden. Da die Unterschiede zwischen den Tarifen erheblich sein können und eine BU-Versicherung typischerweise über Jahrzehnte läuft, lohnt sich der Aufwand für eine fundierte Auswahl. Eine anonyme Risikovoranfrage über einen erfahrenen Makler hilft zusätzlich, die persönlichen Versicherbarkeitschancen einzuschätzen, ohne dass eine Ablehnung im zentralen Hinweis- und Informationssystem (HIS) der Versicherungswirtschaft gespeichert wird und damit künftige Anträge erschwert.

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