Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist die zentrale staatliche Aufsichtsbehörde für die deutsche Finanzwirtschaft, einschließlich der Versicherungsunternehmen. Sie überwacht die Solvenz, Geschäftstätigkeit und Vertragspraxis der Versicherer und schützt damit die Verbraucher vor Insolvenzen und unrechtmäßigen Praktiken.
Für die Berufsunfähigkeitsversicherung übt die BaFin verschiedene Aufgaben aus: Sie genehmigt neue Tarife, prüft die Versicherungsbedingungen auf Konformität mit dem VVG und anderen Gesetzen, überwacht die Solvenzquoten der Versicherer (Solvency II), reagiert auf Verbraucherbeschwerden und kann bei Missständen Anweisungen erteilen, Bußgelder verhängen oder im Extremfall die Geschäftserlaubnis entziehen.
Verbraucher können sich bei Beschwerden über einen Versicherer an die BaFin wenden. Diese ist allerdings keine Schiedsstelle für Einzelfälle – sie wird nur bei systematischen Missständen aktiv. Bei individuellen Streitigkeiten ist der Versicherungsombudsmann die richtige Anlaufstelle. Die BaFin veröffentlicht zahlreiche Informationen für Versicherte auf ihrer Website (www.bafin.de), darunter Listen zugelassener Versicherer, Solvenzberichte und Verbraucherwarnungen. Die Aufsicht durch die BaFin sorgt für ein hohes Maß an Sicherheit für deutsche Versicherte.